Zinsfestschreibung bei Baudarlehen

Donnerstag, 1. Dezember 2011 um 10:01 Uhr

Immobiliendarlehen haben oft eine sehr lange Laufzeit bis zu 30 Jahren. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Zinsen für die gesamte Laufzeit möglichst niedrig zu halten.

Wie kann man die Zinsen drücken?

Die Zinsen allgemein und natürlich auch bei einem Baudarlehen schwanken mit gewisser Regelmäßigkeit. Wenn man in einer Niedrigzinsphase, wie wir sie jetzt gerade haben, ein Bauvorhaben realisieren will ist eine möglichst lange Zinsfestschreibung zu empfehlen. Dadurch wird zwar der effektive Zins etwas höher, aber man ist auf der sicheren Seite, sollte der Zinssatz beispielsweise von vier Prozent auf acht Prozent hochschnellen. Oft ist nach Ablauf der Zinsfestschreibung auch wieder eine Niedrigzinsphase und oft besteht dann die Möglichkeit, den Zins erneut auf mehrere Jahre festzulegen. Das empfiehlt sich natürlich nicht, wenn die Zinsen dann sehr hoch sind. Hier könnte man durch eine Sondertilgung die monatlichen Kosten drücken. Oft wird einem eine Sondertilgung nur angeboten, wenn man danach fragt.

Was machen Zinsen eigentlich aus?

Bei einer Darlehenssumme von beispielsweise 300 000 Euro betragen die Zinsen ohne Gebühren jährlich 12 000 Euro ohne Tilgung bei einem Zinssatz von effektiv vier Prozent. Wenn der Zinssatz sich verdoppelt wird aus einer monatlichen Belastung von ca. 1000 Euro durch Zinsen eine Belastung von 2000 Euro. Das können sich die wenigsten leisten, denn zusätzlich kommt zu den Zinsen ja auch noch die Tilgung. Wer durch eine Umschuldung Kriterien erfüllt, niedrige Bauzinsen ausnutzt und Geld dadurch spart, kann nicht selten sein Darlehen früher zurückzahlen, wenn dies im Vertrag vereinbart wurde.

Fazit

Bauzinsen sind verlorenes Geld, welches man an die Banken bezahlt. Wer schlau ist, nutzt Zeiten mit niedrigen Zinsen und wählt die maximal mögliche Zinsfestschreibung