Ratenzahlung bei kostenlosen Kreditkarten

Donnerstag, 14. Juli 2011 um 14:43 Uhr

Immer mehr Banken bieten heutzutage kostenlose Kreditkarten an. Allerdings ist die Bezeichnung „kostenlos“ insoweit irreführend, als dass meistens nur die Jahresgebühr entfällt. Bei Auslandsverfügungen in Fremdwährung oder auch beim Nutzen des Kreditrahmens fallen dann später nämlich dennoch Kosten an. Besonders wenn der Karteninhaber sein sein eingeräumtes Kreditlimit in Anspruch nimmt und das Kreditkartenkonto somit ins Soll gerät, fallen nicht unerhebliche Zusatzkosten an. Je nach Kartenart und Anbieter ist es möglich, den Sollsaldo auf dem Kreditkartenkonto in Raten wieder auszugleichen. Für die Zeit der Kontoüberziehung berechnet der Anbieter jedoch selbstverständlich Sollzinsen, die sich nicht selten im Bereich der Dispozinsen (Aktueller Bericht auf Test.de) bewegen, also durchaus zwischen neun und zwölf Prozent betragen können. Überzieht man das Kreditkartenkonto zum Beispiel um 2.000 Euro, dann würden im Jahr durchschnittlich rund 200 Euro an Zinsen anfallen – und das bei einer „scheinbar“ kostenlosen Kreditkarte.

Worauf sollte bei der Kreditkartenwahl geachtet werden?

Bei der Kreditkartenwahl achten sehr viele Verbraucher ausschließlich auf die Höhe der Jahresgebühren und bevorzugen daher oftmals die kostenlosen Kreditkarten. Falls man jedoch nicht ausschließen kann oder sogar mit Sicherheit weiß, dass man das Kreditkartenkonto zukünftig auch überziehen und den Kreditrahmen nutzen wird, sollte beim Vergleich der Kreditkarten unbedingt auch die Höhe des Sollzinssatzes beachtet werden. Angenommen, bei der „kostenlosen“ Kreditkarte A zahlt man zwar keine Jahresgebühren, dafür aber einen Sollzinssatz von zwölf Prozent. Bei der Kreditkarte B beträgt die Jahresgebühr hingegen 30 Euro, dafür liegt der Sollzinssatz jedoch nur bei neun Prozent. Bei einer durchschnittlichen jährlichen Kontoüberziehung von 2.000 Euro wäre die Kreditkarte B trotz Jahresgebühr aufgrund des günstigeren Zinssatzes immerhin 30 Euro preiswerter pro Jahr.

Die Möglichkeit der Ratenzahlung macht bei einer Kreditkarte eigentlich nur dann Sinn, wenn man nicht in der Lage ist, den Sollsaldo sofort auszugleichen. Auch wenn der Überziehungsbetrag maximal wenige tausend Euro beträgt, sodass die Nutzung eines echten Ratenkredites für die vorherige Ausgabe nicht in Frage käme, bietet sich die Ratenzahlung auf dem Kreditkartenkonto an.

Weitere Infos über die Kosten und Gebühren von Kreditkarten sind auf www.kreditkarte-kostenlos.de zu finden.